#PICK&PLANT


1. Wie funktioniert Pick & Plant? 

Mit jedem erworbenen 2nd Liar Artikel pflanzt du in Kooperation mit I PLANT A TREE® einen Baum. I PLANT A TREE® garantiert professionelle Pflanzung durch Förster. Die Projektflächen werden zunächst „virtuell“ voll bepflanzt. Anschließend werden qualifizierte Förster und Forstdienstleister vor Ort mit der Einzäunung, Pflanzung und anschließenden Kulturpflege  beauftragt.

 

2. Wie kann ich sicher sein, dass ihr die Bäume wirklich pflanzt?

Für jede Projektfläche erstellt iplantatree.org eine Dokumentation, die laufend um neue Fotos und Infos ergänzt wird. Im Blog auf iplantatree.org wird über Pflanzaktionen mit ehrenamtlichen Helfern berichtet und Bilder in den Social-Medie-Kanälen gepostet. Die Jahresabschlüsse sind transparent und für alle einsehbar. Vom Finanzamt ist iplantatree.org als gemeinnützig (gGmbH) anerkannt und somit verpflichtet, das Geld ausschließlich zur Erreichung seiner Ziele zu verwenden. Deshalb unterstützen bereits zahlreiche private Spender und über 500 Unternehmen die Arbeit von iplantatree.org.

 

 

3. Wer pflanzt die Bäume von I Plant A Tree? Darf ich meine gespendeten Bäume auch selber pflanzen?

Die Bäume auf den Projektflächen werden grundsätzlich von qualifizierten Förstern und Forstdienstleistern gepflanzt. iplantatree.org arbeiten von der Planung über die Durchführung bis zur Kulturpflege mit qualifizierten Partnern vor Ort zusammen. Auf diese Weise können viele Bäume gleichzeitig zu

Du kaufst das Shirt, wir pflanzen den Baum.

vergleichsweise guten Konditionen gepflanzt werden. Das ist effizienter und umweltschonender, als wenn Helfer einzeln zu den Flächen anreisen und selbst pflanzen.

 

4. Kann ich meinen gepflanzten Baum besuchen?

Gern kannst du dir die Flächen vor Ort anschauen. Allerdings wird dein „persönlicher“ Baum nicht markiert. Das geht aus organisatorischen und ökologischen Gründen leider nicht. Um eine möglichst große Wirkung zu erzielen, wird eine Projektfläche bei iplantatree.org stets auf einmal mit mehreren Tausend Bäumen bepflanzt. Eine individuelle Zuordnung der Bäume zu einzelnen Spendern wäre mit großem Aufwand und Mehrkosten verbunden.

In den Dokumentationen befindet sich eine Karte, in der die genaue Lage verzeichnet ist. An allen Flächen haben wir Schilder aufgestellt, auf denen über die Arbeit und die beteiligten Partner informiert wird.

 

5. Warum forstet IPLANATREE.COM in Mitteleuropa und nicht in den Tropen auf?

Tropische Regenwälder sind extrem wichtig für das Klima unserer Erde. Sie haben Einfluss auf den globalen Wasserkreislauf und die Strahlungsbilanz. Zudem sind sie wesentlich artenreicher als mitteleuropäische Wälder.

Wir konzentrieren uns dennoch auf heimische Bäume, weil wir hier ihren Schutz garantieren können. Durch den Kauf von Flächen und vertragliche Regelungen können iplantatree.org sicherstellen, dass die gepflanzten Bäume nicht dem Kahlschlag zum Opfer fallen. Naturnahe Wälder vor Ort sind zudem wichtige CO2-Senken, wirken sich positiv auf die Luftqualität und den Wasserhaushalt aus. Sie sind wertvoller Rückzugsraum für bedrohte Tiere und beliebtes Ausflugsziel des urbanen Homo Sapiens. Und weil man dafür nicht bis zum Äquator muss, können iplantatree.org die Arbeit auf den Projektflächen auch laufend dokumentieren.

 

6. Nach welchen Kriterien werden Projektflächen erstellt?

Iplantatree.org sind ständig auf der Suche nach Flächen, auf denen entweder zusätzlichen Wald geschaffen oder bestehende Wälder umgebaut werden können. Letzteres wird häufig unterschätzt, spielt aber angesichts der Klimaveränderungen eine immer wichtigere Rolle. Aus organisatorischen und finanziellen Gründen sollte die Fläche mindestens zwei Hektar groß sein. Um eine nachhaltige Forstwirtschaft zu garantieren, versuchen iplantatree.org das Land zu kaufen. Möglich sind aber auch unbegrenzte Pachtverträge oder Kooperationen mit öffentlichen Partnern (z B. Forstämter, Kommunen).

Und falls jemand aus deiner Familie oder Freundeskreis Wald vererben möchte: Bei uns ist er in guten, gemeinnützigen Händen. Sollte I Plant A Tree irgendwann nicht mehr existieren, ist in unserer Satzung festgelegt, dass die Werte des Unternehmens an eine andere gemeinnützige Umweltorganisation weitervererbt werden.

 

7. Werden die Bäume niemals gefällt?

Um den Klimawandel abzumildern, ist das wichtigstes Ziel die CO2-Bindung. Das gelingt am besten, wenn ein Teil des Holzes als Baustoff verwendet wird. Gemeinsam mit unserem Partner setzen wir dabei auf eine nachhaltige Forstwirtschaft, bei der einzelne, meist schwache Bäume entnommen werden und genügend Totholz im Wald verbleibt. Weil sich Bäume unter Konkurrenzdruck besser entwickeln, pflanzen iplantatree.org pro Hektar ohnehin mehr Bäume als am Ende überleben. Kahlschlag und den Einsatz von Harvestern lehnen iplantatree.org ab. Durch die behutsame Bewirtschaftung schützen wir natürliche Lebensräume, binden mehr CO2 und machen die wertvolle Ressource Holz für den Menschen nutzbar.

 

8. Wie viel CO2 entnimmt ein Baum der Atmosphäre?

Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Tropische Wälder zum Beispiel wachsen schneller als Wälder in gemäßigten Breiten und binden somit mehr CO2. Doch selbst in Deutschland ist jeder Wald anders: Bodeneigenschaften und Klima beeinflussen auf vielfältige Weise die Entwicklung und Zusammensetzung eines Waldes. Jede Baumart hat eine andere Speicherkapazität. Deshalb basiert unser CO2-Rechner auf konservativen Werten. Bei der Berechnung stützen wir uns auf Erkenntnisse aus der Forstwirtschaft.

Ein einfaches, klassisches Hilfsmittel sind die Ertragstafeln nach Reinhard Schober (Ertragstafeln wichtiger Baumarten bei verschiedener Durchforstung, Sauerländer 1995, ISBN: 3-7939-0730-9). Die Datengrundlage der Ertragstafeln wurde durch Untersuchungen auf realistischen Versuchsflächen gewonnen. In diesen Tabellen findest du einen Wert für die gesamte Wuchsleistung eines Bestandes vom Zeitpunkt der Pflanzung bis zur Holzernte. Sie entspricht der Summe der bisher genutzten Holzmenge und dem Holzvorrat der noch stehenden Bäume. Bei der Buche beträgt dieser Wert zum Beispiel 1.297 Festmeter pro ha nach 150 Jahren.

Wenn man diesen Wert durch das Alter des Bestandes teilt, erhält man den durchschnittlichen jährlichen Zuwachs der gesamten Wuchsleistung. Bei der Buche sind dies 8,6 Festmeter. Dabei stellen die in der Ertragstafel angegebenen Werte nur die Werte für forstlich nutzbares Holz mit einem Durchmesser von über 7 cm mit Rinde dar. Auch dünneres Holz bindet natürlich CO2. Der Wert für die gesamte durchschnittlich zuwachsende jährliche Biomasse ist etwa ein Drittel höher. Das Gewicht dieser Biomasse errechnet man durch das Volumen und die spezifische Dichte der Holzart ohne enthaltenes Wasser (Darrdichte). Die Buche hat eine Darrdichte von 0,68 t/m³ (vgl. Hanno Sachsse, Einheimische Nutzhölzer und ihre Bestimmung nach makroskopischen Merkmalen Hamburg/Berlin: Verlag Paul Parey 1984, ISBN: 3-490-07916-7). Die Hälfte der Biomasse besteht aus Kohlenstoff. Um den entsprechenden CO2-Wert zu erhalten, wird die Kohlenstoffmasse mit dem Faktor 3,67 multipliziert (vgl. http://www.wald.de/wie-vielkohlendioxid-co2-speichert-der-wald-bzw-ein-baum).

Mit dem CO2-Rechner auf iplantatree.org kann man aufzeigen, wie groß der Anteil der CO2-Bindung aller gepflanzten Bäume an der CO2-Bindung des Gesamtbestandes ist. Durch natürliche Auslese und Konkurrenzdruck bleiben aber nicht alle Bäume bis zum Ende stehen. Deshalb teilen wir die durchschnittliche jährlich gebundene CO2-Masse durch die Anzahl der ursprünglich gepflanzten Bäume. Bei der Buche liegt der Anfangsbestand in der Ertragstafel bei 6.403 Bäumen. Diesen Wert für die durchschnittliche anteilsmäßige CO2-Bindung rechnen wir nun auf einen Tag herunter und nutzen ihn als Berechnungsgrundlage. Für verschiedene Baumarten gibt es jeweils eigene Berechnungsgrundlagen. Zurzeit arbeiten wir mit den Baumarten Buche, Eiche, Esche und Bergahorn.

Die gesamte Dokumentation gibt es hier zum Download. Bitte beachte bei der Weiterverbreitung die Lizenzbestimmungen nach CC BY-SA 3.0 DE.

 

9. Wie pflanze ich selbst einen Baum?

Wenn du einen Baum selbst pflanzen willst, solltest Du mehrere Faktoren berücksichtigen. Mit dieser kleinen Anleitung ist das kein Problem.

Standort und Baumart

Überlege Dir zunächst welcher Baum zum geplanten Standort passt. Exotische Arten können das Ökosystem negativ beeinflussen. Heimische Bäume fördern die natürliche Verjüngung und haben höhere Überlebenschancen.

Entscheidend für die Standortsuche sind besonders die Lichtverhältnisse und der Boden. Als Lichtbaumart benötigt eine Eiche zum Beispiel mehr Licht als eine Rotbuche. Wichtige Bodeneigenschaften sind der pH-Wert, die Wasserspeicherkapazität und der Humusgehalt. Grundsätzlich sind große, saftige Pflanzen und Blätter in der Umgebung ein Zeichen für eine gute Nährstoff- und Wasserversorgung.

Der Baum sollte möglichst nicht in einer exponierten Lage (starke Windlast) oder einer Senke (Vernässungsgefahr) gepflanzt werden. Allerdings haben unterschiedliche Bäume verschiedene Ansprüche. So ist im Fall der Rotbuche Vernässung durchaus problematisch, während sie ungünstige Windverhältnisse gut vertragen kann. Wichtig: Um Wildverbiss bzw. Schäden durch Hunde zu verhindern, schütze den Baum am besten mit einem Zaun.

Zeitpunkt

Allgemein lassen sich Bäume in der Regel ganzjährig pflanzen. Die Traubeneichen auf der Projektfläche Nietleben haben wir Ende April gepflanzt und die Buchen in Berlin-Friedrichshagen im Herbst. Bei extremen Witterungsverhältnissen wie Frost, langanhaltender Hitze oder Trockenheit solltest du die Pflanzung aber lieber verschieben.

Unsere Empfehlung: Laubbäume im unbelaubten Zustand im Frühjahr und Herbst pflanzen. Der optimale Zeitpunkt für immergrüne Laub- und Nadelgehölze ist der frühe Herbst, weil sie auch im Winter Wasser benötigen und dieses über die neuen Wurzeln aufnehmen. Robuste heimische Gehölze sind besonders flexibel und können jederzeit gepflanzt werden. In Baumschulen werden sie als Container- und Ballenware verkauft.

Pflanzung

Wenn du den passenden Baum und Zeitpunkt gefunden hast, kann es endlich losgehen mit der Pflanzung! Grabe mit dem Spaten eine Grube, die etwa doppelt so groß ist wie der Ballen bzw. Container (Durchmesser und Tiefe). Damit der Baum später nicht im Wasser „ersäuft“, sollte die Grube in der Mitte eine Erhebung für den Ballen haben. Überschüssiges Wasser kann so seitlich abfließen. Die Sohle darf dabei nicht verdichtet werden. Lockere sie gegebenenfalls mit einer Harke auf. Große Steine müssen entfernt werden, damit sie das Wachstum nicht behindern.

Entferne bei einer Containerpflanze vorsichtig den Container und setze den Baum in die Grube. Ballentücher werden einfach geöffnet und in der Grube gelassen, wo sie mit der Zeit verrotten. Achte darauf, dass die Pflanztiefe des Baumes der Tiefe in der Baumschule entspricht. Die Grube wird mit dem Mutterboden aufgefüllt. Dabei müssen sämtliche Wurzeln bedeckt werden, nur der Stamm bleibt frei. Damit sich dein Baum gleich wohl fühlt, kannst du das oberste Viertel der Grube mit humusreicher Erde auffüllen (z. B. Kompost oder Mist). Einen größeren Baum solltest du stabilisieren, um einem Fehlwuchs vorzubeugen. Dazu kommen Senkrechtpfähle, Schrägpfähle oder Dreiböcke in Frage. Um das Wurzelwerk nicht zu beschädigen, werden die Stützen mit einem ausreichenden Abstand zum Baum in die Erde gelassen. Die Pflanze kannst du mit Kokos, Sisal oder anderen Naturmaterialien anbinden.

Jetzt muss der Boden nur noch angetreten und großzügig gewässert werden. Wässere den Baum in den ersten Monaten nach der Pflanzung regelmäßig, damit du noch viele Jahre Freude an ihm hast. Wenn du Hilfe bei der Auswahl, dem Standort und Pflanzung benötigst, frag am besten einen Gärtner oder Förster.